Ein erfüllteres Leben und mehr SelbständigkeitMenschen mit BehinderungHindernisse über- winden: eine inte- grative und barriere- freie GesellschaftJeder zehnte Europäer leidet an einer mehr oder weniger schweren Behinderung und langsam setzt sich das Bewusstsein durch, dass sich die Gesellschaft den Menschen mit Behinderungen anpassen muss und nicht umgekehrt. Wie andere Menschen auch haben Menschen mit Behinderungen ein Recht auf ein erfülltes Leben und eigenständige Entscheidungen. Die Politik für Menschen mit Behinderungen beschränkt sich oft auf finanzielle oder materielle Unterstützung, während der Schwerpunkt eigentlich auf der vollständigen Integration in die Gesellschaft liegen sollte. Im April 2006 hat der Europarat einen Aktionsplan 2006-2015 für Menschen mit Behinderungen verabschiedet. Er enthält 15 Maßnahmen, darunter die Beteiligung am politischen, öffentlichen und kulturellen Leben, Bildung, Informationen und Kommunikation, Beschäftigung, Zugang zu Gebäuden und Transportmitteln. Er macht außerdem auf die Bedürfnisse von Frauen und Kindern mit Behinderungen aufmerksam sowie auf Schwerstbehinderte, die besonderer Unterstützung bedürfen. Das Internet hat ein großes Potential zur Verbesserung der sozialen Eingliederung von Menschen mit Behinderungen (Telearbeit, E-Demokratie, Zugang zu Wissen und Informationen). Der Frage der Zugänglichkeit muss jedoch besondere Bedeutung beigemessen werden. Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung 2012Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am 3. September hat der Generalsekretär des Europarates Thorbjørn Jagland die Regierungen aufgerufen, mittels der Standards des Europarates den Schutz und die Stärkung der Rolle von Millionen von Menschen, die von Behinderung betroffen sind, zu gewährleisten. „Das diesjährige Thema lautet, Barrieren zu beseitigen, um eine integrative und allen zugängliche Gesellschaft zu schaffen. Dies soll uns auch daran erinnern, wie viel noch getan werden muss, damit Menschen mit Behinderung ein unabhängiges und aktives Leben führen können. Damit sind nicht nur physische Barrieren gemeint, etwa bei der behindertengerechten Gestaltung des öffentlichen Raums oder beim Zugang zu Verkehrsmitteln; es geht auch um die Bekämpfung von Vorurteilen, Stigmatisierung, Zurückweisung und Ausgrenzung. Den Regierungen stehen bereits wirksame Mittel zur Bekämpfung dieser Barrieren zur Verfügung, etwa die revidierte Sozialcharta des Europarates und die Empfehlung über Universelles Design aus dem Jahr 2009. Unser Aktionsplan 2006-2015 für Menschen mit Behinderung enthält spezifische Maßnahmen, wie die Regierungen bestehende Barrieren beseitigen und das Entstehen neuer Hindernisse verhindern können. Diese Arbeit ist nicht nur von zentraler Bedeutung für die 15 % der Menschen auf der ganzen Welt, die Schätzungen zufolge unter Behinderungen leiden, sondern auch für deren Familien und Freundeskreis sowie für die Gesellschaft im weiteren Sinn. Es ist nun also an der Zeit, etwas zu bewegen und aus der größten Minderheit der Welt einen vollwertigen Teil der Gesellschaft zu machen.“ Web Content AnzeigeDer Europarat fordert die europäischen Regierungen auf, die Maßnahmen für die Rechte und volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft zu verstärken Der Europarat organisiert am 30. und 31. Mai in Odessa eine Konferenz, die auf bewährte Praktiken hinweisen soll, um die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen sowie ihre Integration und aktive Teilnahme an der Gesellschaft zu verbessern, und um die Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung zu verstärken. Die Konferenz findet im Rahmen des ukrainischen Vorsitzes im Ministerkomitee des Europarates in Zusammenarbeit mit dem ukrainischen Sozialministerium und der Nationalen Versammlung für Menschen mit Behinderungen statt. Sie soll der Ukraine dabei helfen, eine wirkungsvolle Politik im Bereich Behinderung umzusetzen und zur zweiten Aktionslinie des Aktionsplans des Europarats zur Förderung der Rechte und vollen Teilhabe behinderter Menschen an der Gesellschaft (2006-2015) beitragen. Die First Lady der Türkei, Hayrünnisa Gül, die in ihrer Eigenschaft als Schirmherrin der türkischen Kampagne ''Die Bildung überwindet jede Hürde'' an der Debatte über das Recht von kranken Kindern und Kindern mit Behinderungen auf Bildung teilnahm, hat die Bedeutung von Bildung im Allgemeinen hervorgehoben und betont, dass Kinder mit Behinderungen nicht von anderen Kindern isoliert werden sollten. (weiter...) Europarat für Deinstitutionalisierung von Kindern mit Behinderungen Das Ministerkomitee hat am 3. Februar einen Text verabschiedet, der den Mitgliedsstaaten empfiehlt, Kinder mit Behinderungen nicht mehr in Pflegeeinrichtungen unterzubringen, sondern dem Leben in Gemeinschaft den Vorzug zu geben. Die Unterbringung in Pflegeeinrichtungen ruft zahlreiche Bedenken hinsichtlich der Vereinbarkeit mit der Ausübung von Kinderrechten hervor. (weiter...)
| Wussten Sie, ...... dass der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen jedes Jahr am 3. Dezember begangen wird? Der Menschenrechtskommissar zum Thema Menschen mit Behinderungen
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