Kinder und das Internet: Sicher surfen

Kinder und das Internet


Sicher surfen im Netz


Da das Internet inzwischen in zunehmendem Maße für alle erreichbar ist, sind auch Kinder, wenn sie online sind, in zunehmendem Maße Gefahren ausgesetzt, die ihre Eltern nicht immer kontrollieren können: Belästigung, Missbrauch, Pornographie, Anstiftung zu Rassismus und Selbstmord sowie Cyber-Mobbing. Der zuletzt genannte Begriff bezieht sich auf das Mobbing durch Menschen mit gewalttätiger Einstellung, die mit der Absicht online gehen, die neuen Informationstechnologien zu nutzen, um Schaden anzurichten. Diese Art des Mobbings kann sich vom Missbrauch von E-Mails bis hin zur Veröffentlichung von Videos bewegen, die oftmals mit Mobiltelefonen aufgenommene Übergriffe zeigen.

Das Privatleben junger Menschen wird auch in zunehmendem Maße durch die oftmals persönlichen Informationen offengelegt, die in ihren jeweiligen Blogs, in sozialen Netzwerken, in Chaträumen und so weiter veröffentlicht werden. In einem sehr jungen Alter stehen die Nutzer des Internets einigen recht komplexen Themenbereichen gegenüber: Urheberrecht im Internet, die Rechte an Bildern, der Schutz persönlicher Daten und des Privatlebens und auch der Gefahren, die den neuen sozialen Foren im Internet innewohnen.

Um ihnen zu vermitteln, wie sie verantwortungsvoll auf alle möglicherweise schädlichen Inhalte im Internet reagieren und sich entsprechend verhalten können, hat der Europarat ein interaktives Spiel mit dem Namen "Wild Web Woods" entwickelt. Das Spiel nutzt den Kindern vertraute Märchen, die sie durch ein Labyrinth potentieller Gefahren hin zu der sagenhaften "E-Stadt" führen. Dieses Spiel wurde vorrangig für Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren konzipiert und steht in 24 Sprachen zur Verfügung; es wurde im Sinne des Programms "Ein Europa von Kindern, für Kinder" produziert.

Safer Internet Day 2013: Connect with respect

Der Europarat unterstützt den Safer Internet Day, der jedes Jahr im Februar stattfindet, um weltweit den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet und Mobiltelefonen, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, zu fördern.

Der Safer Internet Day 2013, der unter dem Thema „Rechte und Pflichten im Internet“ steht, wird am 5. Februar begangen und soll junge Internetnutzer zu einem respektvollen Online-Verhalten ermutigen.
 
Im Rahmen dieses vom Insafe-Netzwerk organisierten Aktionstags arbeiten Schulen, Nichtregierungsorganisationen, Vertreter der Wirtschaft, Privatpersonen und andere internationale Teilnehmer zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: mehr Sicherheit im Internet.
 


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Texte zum Schutz von Kindern

Das Übereinkommen zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch behandelt die potentiellen Gefahren, die für Kinder bei der Nutzung des Internets auftreten können, indem es eine Strafe für den Online-Zugang zu Kinderpornographie und Grooming verhängt, d.h. für die Kontaktanbahnung mit Kindern zu sexuellen Zwecken über Chaträume im Internet oder Webseiten mit Onlinespielen.

Um die Achtung der Menschenrechte in der virtuellen Welt zu fördern, haben der Europarat und die Europäischen Internet-Provider (ISP) zwei Serien an Richtlinien für die Internet-Provider und Gestalter und Herausgeber von Onlinespielen entwickelt.