Die Abschaffung der Todesstrafe

Death Penalty

Menschenrechte


Der Europarat –

ein Gebiet ohne Todesstrafe


Europa ist heute die einzige Region der Welt, in der die Todesstrafe nicht mehr angewendet wird. Alle 47 Mitgliedsstaaten des Europarates haben sie entweder abgeschafft oder ein Moratorium für Hinrichtungen verfügt.

Der Europarat hat beim Kampf gegen die Abschaffung der Todesstrafe eine führende Rolle gespielt, da er der Auffassung ist, dass die Todesstrafe in demokratischen Gesellschaften keinen Platz hat.

Diese Entschlossenheit zur Abschaffung der Todesstrafe spiegelt sich in Protokoll Nr. 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention wider. Es folgte einer Initiative der Parlamentarischen Versammlung zur Abschaffung der Todesstrafe in Friedenszeiten und wurde im April 1983 verabschiedet. 2002 folgte ein weiterer wichtiger Schritt mit der Verabschiedung von Protokoll Nr. 13 über die Abschaffung der Todesstrafe unter allen Umständen, auch bei Straftaten, die in Kriegszeiten begangen wurden.

Der Europarat machte die Abschaffung der Todesstrafe zu einer Voraussetzung für die Mitgliedschaft. Seit 1997 wurde daher auf dem Gebiet seiner Mitgliedsstaaten keine Hinrichtung mehr vollstreckt.

Die Parlamentarische Versammlung verfolgt das Thema Todesstrafe auch weiterhin. Sie hat ihre Tätigkeit auf jene Länder ausgedehnt, die Beobachterstatus beim Europarat haben, insbesondere Japan und die Vereinigten Staaten von Amerika.

Ministerkomitee bedauert jüngste Hinrichtungen in Japan und den USA

Bei einer Sitzung der Ständigen Vertreter am 13. März 2013 hat das Ministerkomitee des Europarates folgende Erklärung verabschiedet:

„Das Ministerkomitee bedauert die jüngsten Hinrichtungen in Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika, zwei Beobachterstaaten des Europarates.

Diese Hinrichtungen laufen der wachsenden Tendenz zur Abschaffung der Todesstrafe auf internationaler Ebene zuwider, von der auch die von den Vereinten Nationen verabschiedete Resolution über ein Memorandum für die Anwendung der Todesstrafe zeugt.

Das Ministerkomitee bekräftigt seine entschiedene Ablehnung der Todesstrafe an allen Orten und unter allen Umständen. Es ist weiterhin entschlossen, seine Bemühungen für eine weltweite Abschaffung fortzusetzen und fordert die japanischen und US-amerikanischen Behörden erneut auf, diese unmenschliche Praxis zu beenden.“  (weiter...)

 

Eine Posterausstellung zum Tag gegen die Todesstrafe 2010

In Minsk, der Hauptstadt Weißrusslands, ist eine Ausstellung von 100 Postern zu sehen, die 2010 im Rahmen eines Wettbewerbs von Poster4Tomorrow ausgewählt wurden. Der Wettbewerb stand dieses Jahr unter der Schirmherrschaft von Generalsekretär Thorbjørn Jagland und war dem Thema Abschaffung der Todesstrafe gewidmet.

"Die Todesstrafe schafft keine Gerechtigkeit" ist auch der Slogan der Kampagne des Europarates, mit der die europäischen Bürger aufgefordert werden, sich für die Abschaffung der Todesstrafe einzusetzen.

Die Ausstellung folgt auf einen Runden Tisch am 23. September 2010, bei dem Vertreter des Europarates und die weißrussischen Behörden über die Einführung eines Moratoriums für Hinrichtungen in Weißrussland diskutierten. (weiter...)

Abschaffung der Todesstrafe: Europarat spielt eine Vorreiterrolle

Anlässlich des Weltkongresses gegen die Todesstrafe in Genf hat die Berichterstatterin der Versammlung für die Abschaffung der Todesstrafe, Renate Wohlwend, Japan und die USA, zwei Beobachterstaaten des Europarates, am 25. Februar eingeladen, ''sich der Bewegung zur Abschaffung dieser barbarischen Strafe anzuschließen''.

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  • Der Generalsekretär sagt NEIN zur Todesstrafe

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

Wussten Sie, ...

dass Bianca Jagger zur Sonderbotschafterin des Europarates für die Abschaffung der Todesstrafe ernannt wurde?