Gesundheitspolitik

Gesundheitsschutz

Das Grundrecht auf Gesundheitsschutz ist in der Sozialcharta des Europarates verankert. Der Europarat setzt sich für eine engere europäische Zusammenarbeit in diesem Bereich ein sowie für den Schutz und die Verbesserung der Gesundheit der Europäer.

Seine Tätigkeit zielt insbesondere darauf ab, Gesundheitsdienste demokratischer und menschlicher zu machen. Dies geschieht zum einen durch Vorschläge für politische Maßnahmen, die einen fairen Zugang zu einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsfürsorge sicherstellen, und zum anderen durch die Förderung einer vollständigen und verantwortungsbewussten Beteiligung der Patienten und Bürger. Prävention und Gesundheitserziehung zählen ebenfalls zu den Prioritäten des Europarates.

Neben diesen Initiativen, an denen alle Mitgliedsstaaten beteiligt sind, werden einige Programme im Gesundheitsbereich im Rahmen von Teilabkommen durchgeführt, an denen nicht alle Staaten teilnehmen.

Das Teilabkommen für den Bereich Soziales und öffentliche Gesundheit wurde 1959 gezeichnet und befasst sicht mit Behindertenfragen und dem Gesundheitsschutz der Verbraucher (Ernährung, Kosmetikprodukte). Das Europäische Direktorat für die Qualität von Arzneimitteln und Gesundheitsfürsorge (EDQM) erarbeitet und verbreitet Normen für Arzneimittel, Bluttransfusionen und Organtransplantationen.

Konferenz unter dänischem Vorsitz des Rates der Europäischen Union

Bekämpfung von gefälschten Arzneimitteln und Medizinprodukten und ähnlichen Straftaten durch Rechtsinstrumente und praktische Maßnahmen, 16. Mai 2012, Kopenhagen, Dänemark

Gesundheits- und Strafverfolgungsbehörden brauchen eine gemeinsame gesetzliche Grundlage für den Schutz der Gesundheit, die Strafverfolgung bei Fälschungen von Arzneimitteln und Medizinprodukten und ähnlichen Straftaten (Medicrime) und die internationale Zusammenarbeit. Medicrime ist international und betrifft alle Länder, ob in Bezug auf Herstellung, Durchfuhr oder Verkauf. Der Europarat und die Dänische Gesundheits- und Arzneimittelbehörde förderten den internationalen Kampf gegen derartige Straftaten auf einer Konferenz am 16. Mai unter dem dänischen Vorsitz des Rates der Europäischen Union. Es wurde eine Strategie zur Umsetzung der aufeinander abgestimmten MEDICRIME-Konvention des Europarates und der EU-Richtlinie zu gefälschten Arzneimitteln entwickelt.

 

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„Kinderfreundliche Gesundheitsfürsorge: Aufbau einer gesunden Zukunft für Kinder und mit Kindern“

Am 29. und 30. September 2011 haben europäische Gesundheitsminister in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon Gespräche über einen kinderfreundlichen Ansatz in der Gesundheitsfürsorge geführt. Auf der Tagesordnung standen die Rechte der Kinder auf Gesundheitsschutz, die Beteiligung von Kindern, verschiedene Aspekte im Hinblick auf Gerechtigkeit und Zugang zur Gesundheitsfürsorge für alle Kinder sowie politische Maßnahmen und bewährte Praktiken zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens des Kindes.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Stellvertretenden Generalsekretärin, Maud de Boer-Buquicchio, und dem portugiesischen Gesundheitsminister, Dr. Paulo Moita de Macedo.

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Konvention zur Bekämpfung von gefälschten medizinischen Produkten

Das Ministerkomitee des Europarates hat am 8. Dezember 2010 die MEDICRIME-Konvention verabschiedet. Die Konvention erklärt erstmals die Fälschung sowie die Herstellung und den Handel mit medizinischen Produkten, die illegal oder unter Verletzung der Sicherheitsanforderungen auf den Markt gebracht wurden, zur Straftat.

Sie ist das erste internationale strafrechtliche Instrument, das die Vertragsstaaten dazu verpflichtet, die Herstellung von gefälschten medizinischen Produkten, die Lieferung, Lieferangebote und den Handel mit gefälschten medizinischen Produkten, die Fälschung von Dokumenten sowie die illegale Herstellung oder Lieferung von medizinischen Produkten und den Handel mit Medizinprodukten, die nicht den Konformitätsanforderungen entsprechen, zur Straftat zu erklären.

 Die Konvention wurde am 28. Oktober in Moskau im Rahmen einer internationalen Konferenz auf hoher Ebene zur Zeichnung aufgelegt.

 

 

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Zweite öffentliche Anhörung zum Umgang mit der Schweinegrippe-Pandemie (29. März 2010)

Die Versammlung hat in Paris eine zweite öffentliche Anhörung zum Thema ''Der Umgang mit der H1N1-Pandemie: Mehr Tranzparenz notwendig'' abgehalten. Im Anschluss an die Anhörung folgte eine Pressekonferenz. Unter den Teilnehmern waren Ewa Kopacz, polnische Gesundheitsministerin, Professor Marc Gentilini, Dr. Tom Jefferson, Gesundheitsforscher, und Michèle Rivasi. (weiter ...)

Wussten Sie, dass...

... der Weltgesundheitstag jedes Jahr am 7. April stattfindet?

Multimedia

Europäischen Kindern wird von ihren Ärzten nicht ausreichend Gehör geschenkt. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer neuen Untersuchung, die vom Europarat in Auftrag gegeben wurde. Ziel war es, herauszufinden, ob junge Menschen ‘'kinderfreundliche Gesundheitsvorsorge'’ erhalten.