Drogen: Pompidou-Gruppe: Über 30 Jahre Kampf gegen Drogen

Die Pompidou-Gruppe


Seit mehr als 30 Jahre aktiv gegen Drogen


Für die Politik wie für die Öffentlichkeit ist die Bekämpfung von Drogenmissbrauch und Drogenhandel ein wichtiges Anliegen. Ganz Europa wurde von diesem Phänomen erfasst, das sich den Modeerscheinungen und speziellen gesellschaftlichen und individuellen Schwierigkeiten angepasst hat.

Die Pompidou-Gruppe agierte als Pionier des multidisziplinären Ansatzes bei der Bekämpfung des Drogenhandels. Sie bemüht sich um die schrittweise Überwindung von Schranken: zwischen den verschiedenen Experten dieses Bereichs, zwischen Politikern und Sozialarbeitern vor Ort, zwischen Befürwortern einer strikten Bekämpfung und Vertretern liberaler Ansätze und schließlich zwischen verbotenen Drogen und verschreibungspflichtigen Medikamenten, die eine ähnliche Wirkung haben können.

Die Experten der Pompidou-Gruppe haben die Analyse- und Forschungsinstrumente entwickelt, mit denen Fachleute und Politiker arbeiten können. Auf diesem Gebiet gibt es keine Patentlösungen. Nur der Austausch von Informationen und die Nutzung der unterschiedlichen Erfahrungen ermöglichen eine gründliche Analyse des Problems, die Verbesserung der Gegenmaßnahmen und gleichzeitig die Erhaltung der Gesellschaftsstruktur, die durch Drogenmissbrauch bereits schwer belastet ist.

Zurzeit besteht die Pompidou-Gruppe aus 36 Mitgliedsstaaten. Monaco wird der Gruppe 2012 beitreten. Die Europäische Kommission ist ebenfalls Mitglied.

Internationale Konferenz über "Mentale Gesundheit und Sucht in Gefängnissen”

Diese internationale Konferenz wird von der Pompidou-Gruppe in Zusammenarbeit mit der Nationalen Drogenbekämpfungsstelle Rumäniens veranstaltet. Sie findet am 27. Februar 2013 in der Nationalbibliothek in Bukarest statt. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Ansätze auf regionaler und europäischer Ebene zur Verbesserung der klinischen und psychologischen Behandlung von Drogenabhängigen in Gefängnissen. Die Teilnehmer sind eingeladen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen. Am Rande der Konferenz findet außerdem eine Ausstellung von Postern zur Drogenprävention statt, die von Häftlingen in therapeutischen Gemeinschaften entworfen wurden.

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Arbeitsprogramm 2011-2014: die Prioritäten des französischen Vorsitzes

Etienne Apaire, Vorsitzender der Interministeriellen Mission zur Bekämpfung von Drogen und Drogensucht (MILDT), der im November 2010 zum Vorsitzenden der Pompidou-Gruppe gewählt wurde, hat am 30. März 2011 dem Ministerkomitee des Europarates seine Prioritäten vorgestellt.

Dabei betonte Etienne Apaire die Tatsache, dass „[die Gruppe] in einem sich rasch verändernden Umfeld wie im Drogenbereich dafür Verantwortung tragen muss, über zukünftige Entwicklungen nachzudenken, im Austausch mit Gesamteuropa zu stehen und eine Vorreiterrolle für neue politische Initiativen zu spielen“.

 

Morocco - First non European country to become member of the Pompidou Group

Marokko: Erstes nichteuropäisches Land wird Mitglied der Pompidou-Gruppe

Am 1. Juli 2011 wurde das Königreich Marokko Mitglied der Pompidou-Gruppe, nachdem das Land seit fünf Jahren seinen Beitrag für das Netzwerk MedNET zur Zusammenarbeit gegen Drogen im Mittelmeerraum geleistet hatte. Marokko wird als erstes Nichtmitgliedsland des Europarates Mitglied der Pompidou-Gruppe. In ihrem Schreiben an den Generalsekretär des Europarates erinnert die Gesundheitsministerin des Königreichs Marokko daran, dass „Marokko überzeugt ist, dass zur Beseitigung des Übels Partnerschaft und verantwortungsvolle Zusammenarbeit erforderlich sind“ und dass „Marokkos Interesse am Beitritt (…) Bestandteil dieses Ansatzes ist und das Engagement des Landes für den Beitrag zu den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft verdeutlicht.“ Der Beitritt Marokkos zur Pompidou-Gruppe infolge der Beteiligung des Landes an den MedNET-Tätigkeiten zeigt, dass das Netzwerk eine bedeutende und wirksame Brückenfunktion zwischen Europa und seinen Nachbarländern im Mittelmeerraum einnimmt..

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Europäischer Präventionspreis 2010

Die Pompidou-Gruppe hat am 2. Dezember Projekte in den 47 Mitgliedsstaaten des Europarates aufgerufen, sich für den Europäischen Preis für Drogenprävention zu bewerben. Der Preis wurde im Rahmen der Ministerkonferenz am 3. und 4. November in Straßburg an drei innovative Projekte von Jugendlichen vergeben.

Referenz-Website

Das MedNET-Netzwerk

Das MedNET-Netzwerk wurde 2006 eingerichtet und dient der verbesserten Umsetzung drogenpolitischer Maßnahmen in allen beteiligten Ländern im Mittelmeerraum und in Europa.

Drogen am Steuer können tödlich sein

Drogen am Steuer können tödlich sein: Neuer Fernsehspot der Pompidou-Gruppe

Die Gruppe zur Bekämpfung von Drogenmissbrauch hat einen 30 Sekunden langen Fernsehspot veröffentlicht, in dem ein Mädchen im Krankenhaus gezeigt wird, das nach dem Konsum von Drogen einen Autounfall hatte. Den verfügbaren Informationen zufolge werden viele Unfälle und Todesfälle auf europäischen Straßen von Fahrern verursacht, die unter dem Einfluss psychoaktiver Substanzen stehen.

Die Pompidou-Gruppe fordert die Fernsehsender dazu auf, den 30 Sekunden langen Spot zu senden, um die Öffentlichkeit auf ein zunehmend größer werdendes Problem aufmerksam zu machen. Der Spot wurde anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Pompidou-Gruppe des Europarates veröffentlicht. (weiter ...)

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Ausbildungsinitiative für Entscheidungsträger im Bereich Drogenpolitik

Durch die Ausbildung für Entscheidungsträger soll eine Verbindung von Politik, Forschung und Praxis geschaffen werden, um die Entscheidungsfindung im Bereich Drogenpolitik zu unterstützen. Oberste Priorität haben dabei die verbesserte Anwendung von Fachwissen und der Aufbau von Kapazitäten für eine effektivere Umsetzung, Verwaltung und Bewertung drogenpolitischer Maßnahmen und damit verbundener Programme.