Sport, Gewalt und Rassismus in Europa

Gewalt im Sport

Nach den dramatischen Ereignissen 1985 im Heysel-Stadion hat der Europarat die erste europäische Konvention über Gewalttätigkeiten und Fehlverhalten von Zuschauern bei Sportveranstaltungen ausgearbeitet. Die Konvention trat am 1. November 1985 in Kraft und ist heute einer der Grundpfeiler zur Bekämpfung dieses Phänomens in Europa.

Sie zielt insbesondere auf Fußballspiele ab, betrifft aber alle Sportarten. Sie verpflichtet die Vertragsstaaten dazu, konkrete Maßnahmen zur Prävention und Kontrolle von Gewalt zu ergreifen. Darüber hinaus legt sie Maßnahmen zur Identifizierung und strafrechtlichen Verfolgung der Täter fest.

Der Europarat überwacht die Umsetzung der Konventionsbestimmungen durch Studienbesuche in den Ländern, die den Text ratifiziert haben. Die Staaten sind verpflichtet, einen Fragebogen zu beantworten. Die gewonnenen Informationen bilden dann die Grundlage für Evaluierungsberichte, die die Fortschritte der verschiedenen Länder in diesem Bereich bewerten.

Bei der Vorbereitung internationaler Sportveranstaltungen wie der Welt- oder Europameisterschaft organisiert der Europarat Treffen mit den verschiedenen für Sicherheit zuständigen Akteuren und bekämpft auch hier das Fehlverhalten von Zuschauern, indem er die Koordination mit den Zeichnerstaaten der Konvention sicherstellt. Außerdem arbeitet er mit der UEFA, FIFA und dem Nationalen Olympischen Komitee von Italien zusammen.

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Die erste internationale Konferenz zum Thema Ultras, die am 17. und 18. Februar 2010 in Wien stattfand, hat den Weg für einen echten Dialog zwischen den Fans und der Polizei sowie für ein besseres Verständnis der gegenseitigen Pflichten und der unerlässlichen Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit innerhalb und außerhalb der Stadien geebnet. Die Konferenz wurde vom Europarat gemeinsam mit dem österreichischen Innenministerium organisiert. (weiter…)

 

Konferenz: ''Sport, Gewalt und Rassismus in Europa'' (Rennes, April 2007)