Die Konferenz der INGOs, der vierte Pfeiler des Europarates

Zivilgesellschaft

Die Konferenz der Internationalen Nicht-Regierungsorganisationen ist die Stimme der europäischen Bürger und sorgt für ihre direkte Vertretung im Europarat. Sie ist ein Teil des sogenannten „Quadrilogs" und steht stellvertretend für die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Parlamenten, Gemeinden und Regionen sowie den Organisationen der Zivilgesellschaft.

Ungefähr 400 INGOs haben bis heute den mitwirkenden Status erhalten und leisten ihre Beiträge zu wichtigen Bereichen, wie zum Beispiel Menschenrechte, Bildung, Kultur, sozialer Schutz, Umwelt, Beschäftigung, Wissenschaft und humanitäre Hilfe.

Alle anderen Institutionen des Europarates arbeiten mit der Konferenz der INGOs zusammen. NGOs können Memoranden an den Generalsekretär oder den Menschenrechtskommissar richten, fachliche Ratschläge zu Programmen in ihrem Tätigkeitsbereich erteilen, mündliche und schriftliche Erklärungen an die Ausschüsse der Parlamentarischen Versammlung abgeben, öffentliche Sitzungen des Kongresses besuchen und an Seminaren, Konferenzen und Kolloquien teilnehmen. Sie spielten auch eine wichtige Rolle bei der Erstellung zahlreicher Konventionen und Chartas, dazu gehören auch die Konvention über die Rechtsstellung der Wanderarbeitnehmer, die Konvention zur Verhütung von Folter und das Europäische Kulturabkommen.

Die Konferenz der INGOs ermöglicht eine effiziente gemeinsame Kommunikation zwischen der Organisation und der Zivilgesellschaft.

Jean-Marie Heydt als Präsident der Konferenz der INGOs wiedergewählt

Die Mitglieder der Konferenz der Internationalen NGOs des Europarates haben ihren Präsidenten Jean-Marie Heydt am 25. Januar 2012 für eine zweite Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt. Sie bewiesen damit ihr Vertrauen in die Fähigkeit Heydts, sie durch Zeiten schwieriger Reformen zu führen. Heydt hat vor, die Reformen voranzutreiben, um die Konferenz zu modernisieren und die Rolle der NGOs als Repräsentanten der organisierten Zivilgesellschaft im Europarat zu stärken.

Neben der Förderung der Teilnahme der NGOs an politischen Diskursen und Aktionen in ganz Europa, liegen die Prioritäten der Konferenz im Jahr 2012 bei den Vorbereitungen zur Eröffnung des “Weltforums der Demokratie” des Europarates in Straßburg. Im Oktober kommen dort etwa 2000 hochrangige Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen, um sich mit den Herausforderungen bei der Entwicklung der Demokratie in der Welt zu befassen. Der Konferenz der INGOs gehören etwa 400 internationale NGOs an.
 

“Zusammenleben: die Verbindung von Vielfalt und Freiheit im Europa des 21. Jahrhunderts“

Bei dem zweitägigen Forum, das von der Konferenz der Internationalen NGOs am 13. und 14. November 2011 organisiert wurde, diskutierten Vertreter der Zivilgesellschaft und Behörden über neue multikulturelle Herausforderungen für die europäischen Gesellschaften und tauschten die besten Methoden zur Förderung der Vielfältigkeit untereinander aus.

Der Generalsekretär des Europarates und der Berichterstatter der Gruppe namhafter Persönlichkeiten stellten den Bericht der Gruppe vor. (weiter ...)

“Neue multikulturelle Herausforderungen: Wie können sich NGOs einbringen”

Im Rahmen des türkischen Vorsitzes im des Ministerkomitee hat die Konferenz der Internationalen NGOs am 24. und 25. März 2011 in Istanbul ein Forum der Zivilgesellschaft veranstaltet. Ziel des Forums war es, die teilnehmenden NGOs mit dem Weißbuch zum Interkulturellen Dialog des Europarates vertraut zu machen und bewährte Verfahrensweisen der NGOs im Bereich des interkulturellen Dialogs zu bestimmen.  (weiter ...)