Geschichtsunterricht in Europa

Geschichtsunterricht

Geschichtsunterricht


Eine gemeinsame Geschichte für ein Europa ohne Trennlinien


Nationalistische und von Vorurteilen geprägte Auslegungen der Geschichte haben dieses Thema lange Zeit eher zu einer Waffe als zu einem Instrument des Wissens und des Dialogs zwischen den Ländern gemacht. Der Europarat hat seine Mitgliedsstaaten schon sehr früh ermutigt, sich mit ihren Geschichtsbüchern auseinanderzusetzen und diese zu überarbeiten, um falsche Klischees und Interpretationen in Bezug auf ihre Nachbarstaaten zu beseitigen.

Im Mittelpunkt der Tätigkeit im Bereich des Geschichtsunterrichts stehen Themen in Zusammenhang mit dem Inhalt von Geschichtsbüchern, um Vorurteile abzubauen, sowie die Modernisierung der Lehrpläne und die Ausbildung von Lehrern. Dies geschieht sowohl im Rahmen internationaler Projekte als auch durch die Zusammenarbeit auf bilateraler oder regionaler Ebene.

Die Veröffentlichung mehrerer objektiver Schulbücher und die anschließenden Diskussionen über Geschichtsunterricht und Unterrichtsprogramme, die darauf abzielen, Europa als Ganzes darzustellen, ermöglichten es, Fragen zur Zivilisation, Kultur und zu Werten zu integrieren, die bisher in den traditionellen Lehrplänen vernachlässigt wurden.

Seit 1989 hatte der Europarat dazu beigetragen, dass Lehrer und Schüler auf dem gesamten Kontinent ihre gemeinsame Geschichte entdecken und verstehen. Heute setzt er sich für einen lebendigen und attraktiven Geschichtsunterricht ein, der die wichtigen Ereignisse des 20. Jahrhundert untersucht und verständlich macht: Unterricht gegen das Vergessen, Prävention von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Betonung der europäischen Dimension im Geschichtsunterricht.

 

Die Geschichte von politischen Verfälschungen befreien

    “Historische Kontroversen sollten nicht die Menschenrechte als Geisel nehmen. Die einseitige Auslegung oder Verfälschung historischer Ereignisse haben manchmal zur Diskriminierung von Minderheiten sowie zu Fremdenfeindlichkeit und dem erneuten Aufflammen von Konflikten geführt. Die aufrichtige Suche nach der Wahrheit ist von wesentlicher Bedeutung“, so Menschenrechtskommissar Thomas Hammarberg in einem 2010 veröffentlichten „Viewpoint“.

 

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