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Expertengruppe gegen Menschenhandel

GRETA-Jahresbericht unterstreicht fünf Prioritäten bei der Bekämpfung von Menschenhandel

17/10/2013

GRETA-Jahresbericht unterstreicht fünf Hauptprioritäten bei der Bekämpfung von Menschenhandel
 

Straßburg, 17.10.2013 – Der Jahresbericht der Expertengruppe des Europarates gegen Menschenhandel (GRETA) legt fünf zentrale Prioritäten für die internationale Bekämpfung von Menschenhandel fest.
 

In der Einleitung des Berichts, der heute veröffentlicht wurde, wird hervorgehoben, dass:

·         es entscheidend ist, dass mehr Länder die bahnbrechende Konvention des Europarates gegen Menschenhandel unterzeichnen, um „schwarze Flecken” in Europa und darüber hinaus zu beseitigen, die es den Menschenhändlern ermöglichen, sich der Justiz zu entziehen, und Opfer ihrer Rechte berauben;

·         Anstrengungen zur Bekämpfung von Menschenhandel sich auf alle Arten von Menschenhandel konzentrieren sollten, insbesondere Menschenhandel mit dem Ziel der Zwangsarbeit, Organentnahme, sowie der organisierten Bettelei und anderer Arten von kriminellen Aktivitäten;

·         die Privatwirtschaft und die Medien bei der Verhütung von Menschenhandel eine größere Rolle spielen müssen, indem sie sicherstellen, dass Waren und Dienstleistungen nicht mithilfe von Ausbeutung produziert werden, Sensibilisierungsmaßnahmen unterstützen und dazu beitragen, die Nachfrage zu verringern;

·         die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel, einschließlich der Kriminalisierung des Erwerbs von sexuellen Dienstleistungen, einer sorgfältigen und unabhängigen Bewertung unterzogen werden sollten, um unbeabsichtigte negative Auswirkungen zu vermeiden;

·         Opferrechte – einschließlich wirksamen Zugangs zu Entschädigungen – in der Praxis garantiert werden müssen und die Länder Maßnahmen zum Schutz der Opfer vor Einschüchterungsversuchen und Vergeltungsmaßnahmen systematisch anwenden müssen.


Der dritte allgemeine Bericht über die Tätigkeit von GRETA umfasst den Zeitraum vom 1. August 2012 bis 31. Juli 2013.


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