Umsetzung der Sprachenpolitik des Europarates

Europäisches Fremdsprachenzentrum: 15 Jahre für die Förderung von Sprachenbildung auf höchstem Niveau


Die Sprache des anderen zu sprechen und zu verstehen, ist eine unabdingbare Voraussetzung für das Zusammenleben in einem Europa ohne Trennlinien. Um diese Voraussetzung zu schaffen, gründete der Europarat 1995 in der österreichischen Stadt Graz das Europäische Fremdsprachenzentrum (EFSZ). Diese in ihrer Art einzigartige Einrichtung erfüllt seither den Auftrag, nachweislich hervorragende und innovative Methoden im Sprachunterricht zu fördern und die Bürger Europas dabei zu unterstützen, Fremdsprachen möglichst wirksam zu erlernen.

Auftrag des EFSZ ist es, die Mitgliedsstaaten dabei zu unterstützen, eine effiziente Politik in Fragen des Sprachunterrichts zu betreiben: das EFSZ stellt die Praxis in den Mittelpunkt von Spracherwerb und Sprachunterricht; es fördert den Dialog und den Austausch unter Sprachvermittlern; es schult so genannte Multiplikatoren und bildet sie weiter; es unterstützt schließlich Netzwerke und Forschungsprojekte im Zusammenhang mit seinem Programm.

Das EFSZ stützt sich in seiner Arbeit auf die Grundwerte des Europarates und seine Vorreiterrolle in der Sprachausbildung und ist ideal geeignet, als Katalysator im Bereich der Reformen des Sprachunterrichts und des Spracherwerbs zu wirken.

Wussten Sie, dass der 26. September der Europäische Tag der Sprachen ist?

Auf Initiative des Europarates (Straßburg) wird seit 2001 jedes Jahr am 26. September der Europäische Tag der Sprachen gefeiert. 2011 begeht der Europarat den 10. Jahrestag des Europäischen Tages der Sprachen.
 
In ganz Europa werden die durch die 47 Mitgliedsstaaten des Europarates repräsentierten 800 Millionen Europäer dazu ermutigt, mehr Sprachen zu lernen, und das in jedem Alter sowie innerhalb und außerhalb der Schule.
 
In der Überzeugung, dass sprachliche Vielfalt ein Weg zu einer besseren interkulturellen Kommunikation und eins der Schlüsselelemente des reichen Kulturerbes des Kontinents ist, unterstützt der Europarat die Mehrsprachigkeit in ganz Europa.
 

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15 Jahre produktive Zusammenarbeit

"Das Europäische Fremdsprachenzentrum wirkt wie ein Katalysator und liefert Hilfsmittel für Veränderungen in der Bildung in seinen 34 Mitgliedsstaaten", betonte die Generaldirektorin für Bildung, Kultur, Kultur- und Naturerbe, Jugend und Sport des Europarates, Gabriella Battaini-Dragoni, bei der Festveranstaltung zum 15-jährigen Bestehen des Zentrums am 1. Juli in Graz. Die österreichischen Behörden begrüßten einstimmig die Fortschritte des Zentrums. "Das Zentrum ist eine Erfolgsgeschichte" sagte Claudia Schmied, österreichische Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur, und fügte hinzu: "In unseren globalisierten Gesellschaften ist die ‚Mehrsprachigkeit’ wichtiger denn je."

 

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TV-Spot des Tages anschauen [en]

Der Slogan "Sprich zu mir!" des Tages diente als Ausgangspunkt für den 2011 gedrehten Videoclip.

Grazer Erklärung

''Bildung mit Qualitätsanspruch für mehrsprachige Menschen in vielprachigen Gesellschaften''