Menschenrechte

Council of Europe Noerth-South Prize

Menschenrechte


Der Nord-Süd-Preis des Europarates


Der Nord-Süd-Preis wird seit 1995 jedes Jahr zwei Kandidaten verliehen: einem Kandidaten aus dem Norden und einem aus dem Süden (vorzugsweise einem Mann und einer Frau).

 

Die Kandidaten zeichnen sich in den folgenden Bereichen aus: Schutz der Menschenrechte, Verteidigung pluralistischer Demokratie, Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Themen aus den Bereichen globale Solidarität und gegenseitige Abhängigkeit sowie Stärkung der Nord-Süd-Partnerschaft.

Zwei Frauenrechtlerinnen erhalten Nord-Süd-Preis des Europarates

Der Nord-Süd-Preis des Europarates 2012 geht an Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale – eine Nichtregierungsorganisation, die weltweit Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten unterstützt –, und Asma Jilani Jahangir, pakistanische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin.

Seit 1995 vergibt der Europarat den Preis jährlich an zwei Persönlichkeiten, die sich durch ihren außergewöhnlichen Einsatz für Menschenrechte, interkulturellen Dialog und Solidarität zwischen Nord und Süd auszeichnen.

Die Preisträgerinnen nahmen die Auszeichnungen im Senatssaal der portugiesischen Nationalversammlung in Lissabon vom Präsidenten der Republik, Aníbal Cavaco Silva, entgegen.

Die Stellvertretende Generalsekretärin des Europarates Gabriella Battaini-Dragoni würdigte den „Mut und das beispielhafte Handeln der beiden geehrten Persönlichkeiten“. Sie unterstrich, dass beide Preisträgerinnen „ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um die Lebensbedingungen von Frauen zu verbessern, ungeachtet der ethnischen oder religiösen Herkunft.“ Die Stellvertretende Generalsekretärin forderte die Staaten weltweit auf, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu unterzeichnen und zu ratifizieren. „Die Beseitigung der Gewalt gegen Frauen ist eine dringende Notwendigkeit für den Schutz der Menschenrechte“, erklärte sie. (weiter...)

 

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Interview mit Souhayr Belhassen

Die Menschenrechtsaktivistin Souhayr Belhassen ist Gewinnerin des Nord-Süd-Preises 2011. Mit dem Preis wurde sie für ihren Kampf um die Frauenrechte in den Entwicklungsländern ausgezeichnet. Die Tunesierin und Präsidentin der Internationalen Menschenrechtsliga wird auch als Symbol für den historischen Wandel in der arabischen Welt im Jahr 2011 angesehen und gilt als Beispiel für die Geschlechtergleichstellung und -gerechtigkeit in der Region.