Die Europäische Sozialcharta - Menschenrechte im täglichen Leben

Social Charter

Europäische Sozialcharta


Menschenrechte im täglichen Leben


Seit seiner Gründung im Jahr 1949 hat der Europarat grundlegende Rechte eingeführt, die heute von allen Mitgliedsstaaten angewendet werden und zu den Grundpfeilern des europäischen Modells geworden sind. Die Europäische Sozialcharta ist eines der wichtigsten Instrumente in diesem Prozess.

Die Charta, die 1961 verabschiedet und 1996 revidiert wurde, ist das natürliche Gegenstück zur Europäischen Menschenrechtskonvention, die die bürgerlichen und politischen Rechte des Einzelnen schützt. Sie garantiert soziale und wirtschaftliche Rechte in den Bereichen Unterkunft, Gesundheit, Bildung, Beschäftigung, Freizügigkeit von Personen, Anti-Diskriminierung und Rechtsschutz. 43 von 47 Mitgliedstaaten haben eine der beiden Versionen der Europäischen Sozialcharta ratifiziert.

Die Charta wurde 1995 um ein Protokoll ergänzt, das ein Verfahren für Kollektivbeschwerden vorsieht. Dadurch können Verletzungen der Charta an den Europäischen Ausschuss für soziale Rechte überwiesen werden.

Der Europäische Ausschuss für soziale Rechte hat die Aufgabe, darüber zu urteilen, ob die Situation in den Vertragsstaaten mit den Bestimmungen der Europäischen Sozialcharta, dem Zusatzprotokoll von 1988 und der Revidierten Europäischen Sozialcharta übereinstimmt. Bei nationalen Berichten verabschiedet der Ausschuss Schlussfolgerungen, bei Kollektivbeschwerden Entscheidungen.

Europarat stellt 2012 155 Verletzungen der Europäischen Sozialcharta fest

Straßburg, 29.01.2013 – Die Schlussfolgerungen des Europäischen Ausschusses für Soziale Rechte für 2012 wurden jetzt veröffentlicht. Die Schlussfolgerungen 2012 und die Schlussfolgerungen XX-1 (2012) können nun nach Vertragsstaat konsultiert werden.
 

Sie enthalten die Bewertungen des Europäischen Ausschusses für Soziale Rechte zur Umsetzung der Charta in den Bereichen Beschäftigung, Ausbildung und Chancengleichheit. Der Ausschuss verabschiedete insgesamt 622 Schlussfolgerungen für 42 Länder und stellte dabei 155 Verletzungen der Charta fest. (weiter...)

The European Social Charter celebrates its 50th anniversary in 2011


Die Europäische Sozialcharta feiert 2011 ihr 50-jähriges Bestehen

Interviews zur Sozialcharta

In diesem Audio-Podcast informiert Régis Brillat, Exekutivsekretär der Europäischen Sozialcharta, über die Errungenschaften der Charta seit ihrer Gründung vor 50 Jahren im italienischen Turin und über zukünftige Herausforderungen.
 

 

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Charta erklärt Luis Jimena Quesada die Charta und ihre Funktionsweise und bewertet ihren Einfluss während der letzten 50 Jahre.

 

 

 

 

In diesem Interview weist Colm O'Cinneide die Europarats-Mitgliedsstaaten, die die Charta ratifiziert haben, auf die Bedeutung der Achtung sozialer Rechte in Zeiten der Wirtschaftskrise hin.
 

 

 

 

 

Veranstaltungen

Anlässlich der Feierlichkeiten des 50-jährigen Bestehens der Europäischen Sozialcharta und zur Aufforderung der Mitgliedsstaaten zur Ratifizierung der Charta organisierte der Europarat verschiedene Veranstaltungen.

Comic

Die Abteilung der Europäischen Sozialcharta hat einen Comic für Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren veröffentlicht: "Sag mal, was ist denn das, die Europäische Sozialcharta?“.  Das Buch erschien am 18. Oktober 2011, dem 50. Jahrestag der Charta, in Straßburg.

Der Comic soll die Kinder mit ihren sozialen Rechten und Verantwortungen vertraut machen. Durch die Situationen, in denen sich Adam, ein 10-jähriger europäischer Junge, seine kleine Schwester und seine Freunde wiederfinden, entdecken die Mädchen und Jungen das Recht auf Bildung, Berufsberatung, Unterkunft, Familienleben, Schutz vor Armut und sozialer Ausgrenzung sowie das Recht auf Behandlung. Außerdem können die jungen Leser lernen, dass die Charta Diskriminierung verbietet und dass die Staaten verpflichtet sind, die garantierten Rechte zu achten.