Konferenz zur Zusammenarbeit gegen Computerkriminalität

Straßburg (Frankreich), 23.-25. März 2010


Die seit 2007 jährlich stattfindende Konferenz soll die Zusammenarbeit des öffentlichen und privaten Sektors im Kampf gegen Internetkriminalität verstärken. Der Europarat bringt dazu Experten aus der ganzen Welt sowie Vertreter von Regierungen, der Polizei und der Internetindustrie an einen Tisch.

In den für 2010 geplanten Workshops befassen sich die Teilnehmer mit der Schulung von Richtern und Staatsanwälten im Bereich der Computerkriminalität, den Zuständigkeiten der Organe zur Bekämpfung von Computerkriminalität, dem Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung und den Missbrauch von Kindern im Internet und der Sicherheit und dem Schutz des Privatlebens.

Darüber hinaus werden sie über die derzeitige Gesetzgebung zur Computerkriminalität Bilanz ziehen und die weltweite Bedeutung des Übereinkommens über Computerkriminalität des Europarates hervorheben. Das Übereinkommen ist der einzige internationale Vertrag in diesem Bereich und dient über 100 Ländern weltweit als Leitfaden zur Modifizierung ihrer diesbezüglichen Gesetzgebung. Am Ende der Konferenz soll außerdem zur weltweiten Unterstützung aufgerufen werden, damit die Staaten die bestehenden Rechtsinstrumente, darunter das Übereinkommen des Europarates, bestmöglich nutzen und auf die Probleme der Computerkriminalität reagieren können.

Die Konferenz bietet außerdem die Gelegenheit, den Beitrag des Europarates zum 12. Kongress der Vereinten Nationen für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege vorzubereiten, der vom 12. bis 19. April in Salvador (Brasilien) stattfindet.

 

Maud de Boer-Buquicchio: ''Computerkriminalität ist eine Gefahr für unsere Rechte''

Bei der Eröffnung der Konferenz über die Zusammenarbeit gegen Computerkriminalität am 23. März in Straßburg hat die Stellvertretende Generalsekretärin betont, dass ''Computerkriminalität eine Gefahr für unsere Rechte'' ist. Sie zu bekämpfen bedeute, ohne Unterlass auf ein bewegliches Ziel zu schießen, fügte sie hinzu (weiter ...)

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