Am Morgen des 27. Januar 1945 befanden sich im Konzentrationslager Auschwitz noch etwa 7000 Gefangene. Über eine Million Menschen kamen in Auschwitz ums Leben. Es wird angenommen, dass insgesamt sechs Millionen Juden in Konzentrationslagern ermordet wurden…
Der Europarat war die treibende Kraft hinter der Einführung eines Tages zum Gedenken an den Holocaust und zur Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Im Oktober 2002 beschlossen die Bildungsminister aus den Mitgliedsstaaten des Europarates die Einführung dieses Gedenktages. Während Deutschland und Frankreich den Tag am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, begehen, haben andere Länder je nach ihren jeweiligen historischen Erfahrungen ein anderes Datum gewählt.
Darüber hinaus unterstützt der Europarat Lehrer bei der Vorbereitung des Holocaust-Gedenktages, indem er Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellt, um die Schüler für dieses dunkle Kapitel der Geschichte zu sensibilisieren und das Thema Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu erörtern. Dadurch soll die Prävention ebenso gefördert werden wie Verständnis, Toleranz und Freundschaft unter den Nationen, Ethnien und Religionen.
Die Konferenz beleuchtet eine noch wenig bekannte Seite des Holocausts: die Ermordung von etwa einer halben Million ukrainischer Juden durch mobile Einsatzgruppen der Waffen-SS, der deutschen Polizei und der osteuropäischen Kollaborateure in den Jahren zwischen 1941 und 1944.
Zu Beginn der Gedenkveranstaltung werden Schüler aus Landau (Deutschland) ein Lied vortragen. Im Anschluss an Pierre-Philippe Preux’ Konferenz finden geführte Rundgänge durch zwei Ausstellungen statt: „Kunst und Shoa“ der Künstlerin und Psychiaterin Francine Mayran und „Das versteckte Kind“ von Hellen Kaufmann (Verein Anonymes, Justes et persécutés durant la période nazie).
Teilnahmewillige werden um Anmeldung gebeten. Die Zahl der Plätze ist begrenzt. Das Vorzeigen eines Ausweisdokuments ist erforderlich:
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